Überraschungscoup: Piratenpartei entert Bundestag

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Berlin/Leipzig. Völlig überraschend gab Frauke Petry heute bekannt, dass sie jetzt als Piratin den Bundestag entert. "Ich war so frustriert, dass ich einfach bei jeder Partei online einen Mitgliedsantrag ausgefüllt habe. Völlig überraschend bekam ich kurze Zeit darauf eine Email der Piraten, dass man sich freue, mich als Mitglied aufzunehmen.", so die ehemalige AfD-Chefin.

Beim Kreisverband Leipzig, der Frauke Petry aufgenommen hat, ist man ratlos. Man habe das Aufnahmeverfahren beschleunigt, da die Partei immer noch massiv Mitglieder verliere. Dabei können auch Fehler passieren, so der verantwortliche Vorsitzende, der gleichzeitig seinen Parteiaustritt ankündigte, da er nicht Mitglied einer Partei sein wolle, die Nazis aufnehme.
 
Rechtsexperten gaben an, dass mit der Bestätigung der Mitgliedschaft Frau Petry offiziell Mitglied der Partei ist. Wieder ausgeschlossen werden kann nur, wer der Partei nachweislich großen Schaden zugeführt hat. Hier liegt die Messlatte aufgrund der Regeln zur Verhältnismäßigkeit bei den Piraten eigentlich unerreichbar hoch, da viele der Parteimitglieder, die der Partei erheblich geschadet haben, stets unbehelligt blieben. Auf der Homepage der Piraten hat man reagiert und inzwischen zunächst das Mitgliedsformular vom Netz genommen. Unter www.piratenpartei.de/mitmachen/mitglied-werden kann man nicht mehr Mitglied werden. Stattdessen begrüßt einen die Seite mit der Botschaft "Arrrgh!" Hierbei handelt es sich offensichtlich um einen Insider-Code der alten Nerds.

Petry gab an, dass man mit ihr noch rechnen müsse, heute mehr denn je. Dass sie es geschafft hat, die AfD als Sprungbrett ins Parlament zu missbrauchen, obwohl sie im Vergleich zum Rest der Partei eine rote Socke ist, und nun die Blitzaufnahme bei den Piraten, sei nur ein Vorgeschmack auf die kreativen Aktionen, die man in den nächsten 4 Jahren erwarten dürfe, meinte die frisch gebackene Parlamentarierin und beendete ihr Interview mit dem nautischen Gruß: "Glück auf!"

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